FOREST IN MAY

"Does anyone remember laughter?"

Samstag

12

April 2014

4

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Your vibe is pretty

Peace. It does not mean to be in a place where there is no noise,
trouble or hard work. It means to be in the midst of those things
and still be calm in your heart.

(Lauft mal wieder öfter barfuß!)


Donnerstag

10

April 2014

3

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Das Brett vor unserem Kopf

Um an seine Ziele zu kommen – ganz gleich ob privat oder beruflich – gibt es eine Sache die noch wichtiger ist als pure Willenskraft: Die Lernbereitschaft. Wie lernbereit sind wir heute eigentlich noch? Schalten wir nicht direkt auf konter, sobald jemand etwas kritisches äußert? Das wirklich kritische bei dem Ganzen ist allerdings unsere Einstellung: Denn ohne Lernbereitschaft rücken auch unsere Ziele in weite Entfernung.

Willenskraft und Lernbereitschaft lassen sich leicht unterscheiden: Ersteres dient dazu, den eigenen Willen (Traum, Wunsch) zu verwirklichen, zweiteres dazu, Hilfe anzunehmen (Entwicklung, Toleranz). Vor einem Jahr habe ich einen Satz gehört, der mich nun stetig begleitet: “Je höher deine Lernbereitschaft, desto näher bist du deinem Ziel.” Nach reichlichem Nachdenken habe ich nämlich festgestellt, dass er sehr zutreffend ist. Viele junge Menschen machen den Fehler sich vor Einflüssen zu schützen. Das fängt beim Rat der Eltern und Lehrer an, den man nicht annehmen möchte und hört im Beruf nicht auf. Man sollte das ganze aber weniger als Einfluss wahrnehmen sondern eher als Hilfestellung. Das leitet mich zu dem zweiten Satz, der in Verbindung mit dem eben erwähnten gesagt wurde und das ganze nur noch untermauert: “Höre nur auf zwei Arten von Menschen. Erstens: Auf dich selbst. Zweitens: Auf die, die dein Ziel selbst erreicht haben. Die wissen, wie es geht.”
Aber fangen wir mal ganz langsam an. Indem du dich der Kritik von außen verschließt, verschließt du auch gleichzeitig die Tür zu deiner Entwicklung. Um an dein Ziel zu kommen, muss du heranwachsen. Es ist egal um welches Ziel es sich handelt, ob du dein Gewicht reduzieren oder einen Ausbildungsstand erreichen möchstest. Du musst bereit sein, Vorschläge anzunehmen. Natürlich ist das nicht immer einfach, denn in dieser schnelllebigen Zeit sind wir mit relativ wenig Toleranz gesegnet. Man denkt sofort, der andere möchte einem was schlechtes. Vorallem, wenn solche Kommentare von den Feinden oder der Konkurrenz kommen. Aber ich sag euch: Das sind die besten Kritiker der Welt. Sie suchen Fehler, wo es nichts offensichtliches zu bemängeln gibt und helfen euch dabei, unheimliche Fortschritte zu machen. Kleinigkeiten, die ihr selbst nie sehen würdet weil ihr zu wenig Abstand habt, fallen diesen kleinen Gnomen auf.
Sei stetig bereit, diese Vorschläge zu durchdenken. Wimmel sie nicht sofort ab, auch wenn sie vielleicht wirklich idiotisch klingen. Gib den Ideen eine Chance, schlaf eine Nacht drüber. Vielleicht sind sie wirklich nicht gerechtfertigt – aber vielleicht entwickelt sich daraus eine neue Idee, die euch näher an euer Ziel bringt. Vielleicht gibt sie euch den nötigen Arschtritt um am Ball zu bleiben. Und wenn all dies nicht zutrifft, so habt ihr zumindest eine Möglichkeit die ihr von nun an sicher auf dem Weg zum Ziel ausschließen könnt.

Als ich den zweiten Satz gehört habe, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich habe mein halbes Leben lang auf die falschen Leute gehört. Ich habe darauf gehört, was Lehrer mir zu bestimmten Berufsfeldern sagten, obwohl sie keine Ahnung von der Materie haben. Ich habe meinen Lebensweg nach denen gerichtet, die ihren eigenen noch nicht gefunden haben. Ich habe Ratschläge von Menschen angenommen, die ein Leben führen, wie ich es niemals führen würde. Sicherlich ein total einfaches Konzept nur auf die Menschen zu hören, die deine speziellen Wünsche sich selbst erfüllt haben. Bestimmt sagt der ein oder andere nun “Ist doch logisch”, aber so logisch ist das gar nicht. Schaut man mal genauer in sein näheres Umfeld erschrickt man, wie falsch man bisher lag. Ebenso verhält es sich mit den Ratschlägen deiner Eltern. Als Teenager habe ich das selbst natürlich nicht verstanden. Sie haben das, was du machst, selbst durchgemacht. Wenn sie sagen, Schmerz geht vorüber oder wenn sie sagen, wie bestimmte Dinge zu erledigen sind … dann liegt die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass sie recht damit haben. Wieso? Aus zwei Gründen: a) Sie lieben dich und wollen dir nicht schaden und deshalb b) können sie aufrichtig aus eigener Erfahrung sagen, wie es bei ihnen gelaufen ist. Ich gehör zwar zu den Menschen die der Meinung sind, Fehler sind da um gemacht zu werden, aber man muss sich damit ja nicht überladen.
Hier schließt sich wieder der Kreis. Um offen für das Leben zu sein, musst du Lernbereitschaft zeigen. Sonst endest du irgendwann in einer kleinen Wohnung, schreibst Falschparker auf und sitzt den ganzen Tag vor dem Fenster. Du verbitterst, deine Lernbereitschaft sinkt weiter und letztendlich wirst du dich völlig verschließen. Vielleicht zeigst du gerade schon etwas Lernbereitschaft, in dem du googlest, ob es jemand erfolgreiches gibt, der die gleichen Ziele hatte wie du und dort angekommen ist. Vielleicht sträubst du dich aber auch gerade und sagst, das ist alles Unsinn was ich da von mir gebe. Dann bist du leider nicht sonderlich lernfähig. Denn wie gerade gelernt: Es muss nicht alles richtig sein, was ich hier von mir gebe … aber vielleicht gebe ich dir damit einen nötigen Denkanstoß! Heranwachsen gehört zum gleichmäßigen Prozess im Pfad unseres Lebens. Durch gemachte Fehler, aber auch durch die Ratschläge anderer reifen wir und entwickeln uns zu der Person, die wir beschlossen haben zu werden.

Habt ihr Vorbilder? Denkt ihr, es gibt einen bestimmten Meilenstein in der eigenen Entwicklung, ab dem man keine Vorbilder mehr braucht oder man sich dementsprechend klein hält? Oder ist das totaler Quatsch und wenn man auf jemanden hören sollte, dann absolut und ausschließlich auf sich selbst?

Don’t go through life – grow through it! ♥


Dienstag

8

April 2014

9

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Donnerstag

3

April 2014

14

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Wenn man das Glück jagen muss (Teil 2)

Teil 1 | Teil 1,5

Der Schlüssel zum Glück heißt für die Meisten, sich zu verändern. Man soll früher aufstehen, sich die Haare schneiden lassen und mehr Sport treiben. Aber seien wir doch mal ganz ehrlich: Ändert eine neue Haarfarbe wirklich deine Einstellung – dein grundlegendes Problem? Wieso in Muster zwingen, von denen wir uns Jahrzehnte lang fern gehalten haben? Es ist das übliche Treten gegen Windmühlen. Wir nehmen uns Sachen vor, von denen wir uns aus gutem Grund ferngehalten haben: Das sind nicht wir. Du wirst sicher nicht glücklicher, wenn du etwas nachahmst, was dir einfach nicht ähnlich sieht. Du bist höchstens enttäuscht. Nicht gerade meine Definition von Glück.

Veränderungen im Verhalten und vorallem äußerliche Veränderung aufgrund von Vorbildern sind selten der Schritt zum wirklichen Wandel. Man stellt sich selbst damit unter die Lupe. Man hofft, wenn man stark genug ist seine Haare 20 cm zu kürzen, ist man auch stark genug sein Leben zu verändern. Aber deine Haare haben damit wenig zu tun: Höchstens die Wurzel.
Ich wollte immer so sein wie andere. Schon als Kind habe ich mich schnell von gleichaltrigen faszinieren lassen. Das genau dies das Problem ist, habe ich erst jetzt erkannt. Ich bin nicht der Typ für viele Partys, nicht das Mädchen das andere schreiend begrüßt. Ich brauche kein weiß tragen, denn es steht mir nicht, auch wenn es an anderen gut aussieht. Auch wenn ich immer all dies wollte. Es gibt eben solche, und es gibt solche. Zwing dich nicht, eine Kopie zu werden. Wenn du meinst, dass dein Herz danach schreit jemand anders zu sein, dann versuch es. Aber erwarte nicht, dass du plötzlich das Leben eines anderen führst. Sich selbst zum Glück zu wenden bedeutet nicht automatisch, sich grundlegend zu verändern. Es bedeutet höchstens, hinter dem zu stehen was man im tiefsten Inneren von sich selbst hält.

Hier drei eindeutige Beispiele aus eigener Hand: Ich für meinen Teil habe entdeckt, dass ich besonders im Gleichgewicht bin, wenn ich viel mit der Natur zu tun habe. Ich laufe nun öfter anstatt den Bus zu nehmen, kümmere mich mehr um mein kleines Beet und schaue viel mehr Naturdokumentationen. Das ist es, was meine Vorstellungen und meine Selbstansicht von Glück in Einklang bringt, und genau diese Balance müsst ihr für euch finden.
Ich habe außerdem so ein kleines Problem mit Menschen. Ich isoliere mich gerne, arbeite alleine und zurückgezogen, melde mich manchmal tagelang nicht bei Freunden. Viele sagten, das ist unnormal. “Kein Wunder, alleine ist kein Mensch glücklich”. Das habe ich mir zu Herzen genommen und mich gezwungen, mehr mit Freunden zu machen. Mehr Menschen kennen gelernt, mehr unternommen. Das Ende vom Lied war, dass ich gestresst war und miese Laune hatte. Ich habe mich schließlich nicht aus Angst oder mangelnden Kontakten isoliert, sondern weil es mich glücklich macht. Manche Menschen sind eben so. Akzeptiere, dass du einzigartig bist und mache das beste daraus, auch wenn es für die meisten “unnormal” aussieht. Sie müssen schließlich nicht 24/7 in deinem Körper leben!
Ich habe mich außerdem immer darüber geärgert, dass ich Projekte anfange aber nie beende. Meistens scheiterte es bereits in der Planungszeit. Diese Marotte habe ich zu erst abgelegt. Zwar habe ich bereits verlorene Projekte ruhen lassen, aber mir vorgenommen, mit neuen Projekten auch anders umzugehen. Wenn nun ein Projekt ansteht – egal ob privat oder für die Arbeit – dann tue ich es innerhalb von 72 Stunden. Wenn die Umsetzung innerhalb von 72 Stunden nicht funktioniert (kommt bei der Arbeit ja aufgrund des Wetters öfter vor), dann drücke ich im Kopf einfach auf “Pause”. Mir ist nämlich aufgefallen, dass Dinge, die ich innerhalb dieses Zeitlimits nicht anpacke, niemals vollende. Deshalb diese gewisse Zeitvorgabe: Für den eigenen Zeitdruck, den ich mag.

Meistens ist das Glück nur eine Sache von Prioritätensetzen. Du musst für dich entscheiden, welche Dinge dir wichtig sind. Nicht, weil sie der Gesellschaft gut tun oder weil sie selbstlos sind, sondern eben weil sie egoistisch sind. Nur du sie verstehen kannst. Deine eigene Tradition, dein eigenes Ritual. Egal wie man anfängt – anfangen bleibt anfangen, da spielt die Größenordnung der ersten Schritte keine Rolle.

Verändere dich nicht – forme deine Prioritäten neu. Finde heraus was dein Herz begehrt. Nimm dich selbst ernst. Tu das, was dich glücklich macht. Einfacher gesagt, als getan – glaub mir!

Wenn du jetzt so drüber nachdenkst, welche Kleinigkeiten in deinem Alltag machen dich glücklich? Und welche Möglichkeit siehst du, sie auszuweiten, um noch glücklicher zu sein?



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